Mit 76% ist Instagram die zweitbeliebteste Social Media-Plattform für Unternehmen. Viele Marketer haben den Wert von Marketing auf dieser Plattform, über das eigene Konto und über Influencer, also verstanden. Wenn eine Influencer Marketing-Bemühung scheitert, wird aber nicht zuletzt Instagram selbst die Schuld gegeben. In diesem Blogpost decken wir die Wahrheit über die sechs hartnäckigsten Mythen im Instagram Marketing auf.

Mythos Nr. 1: Der Instagram-Algorithmus versteckt Beiträge
Seit 2016 ist Instagrams Algorithmus nicht mehr chronologisch und das sorgt vier Jahre später immer noch für hitzige Diskussionen. Kontrolliert Instagram nun, welche meiner Follower meine Beiträge sehen können und welche nicht?
Der Algorithmus arbeitet interessenbasiert, sprich dem User werden zuerst Beiträge von Accounts angezeigt mit denen er am meisten interagiert – andere Beiträge werden jedoch nicht versteckt, sondern sind mit etwas nach unten scrollen genauso sichtbar. Man kann Instagram hier keine böse Absicht unterstellen, ganz im Gegenteil: durch die Anpassung des Feeds an das Nutzerverhalten der jeweiligen User, können Influencer und Unternehmen noch präziser und leichter ihre “hardcore” Fans und ihre Zielgruppe erreichen und der User hat eine relevantere Nutzererfahrung. Eine Win-Win-Situation also.
Um immer up-to-date zu sein, was Änderungen des Algorithmus betrifft, empfehlen wir den Creators-Account von Instagram als zuverlässige Quelle.

Mythos Nr. 2: Instagram betreibt Shadow Banning
Neben dem Algorithmus soll auch das Shadow Banning dafür sorgen, dass Accounts weniger Sichtbarkeit erhalten. Hier soll die Einschränkung der Reichweite durch das Sperren des betroffenen Accounts realisiert werden – und ohne dass der jeweilige Instagrammer darüber benachrichtigt wird und ohne treffenden Grund. Es heißt, dass Instagram so vermeiden will, dass Nutzer sich einfach einen neuen Account erstellen, um die Sperrung zu umgehen.
Das Gerücht hält sich so hartnäckig, weil es eine ganze Reihe User gibt, die behaupten, diesem vermeintlichen Ban zum Opfer gefallen zu sein. Laut Instagram existiert dieser willkürliche Shadow Ban aber nicht. Es werden lediglich Accounts gesperrt, die sich nicht an die Community-Guidelines der Plattform halten. Ursachen dafür können Folgende sein:

  1. Das Verwenden von Bots (und anderen “Growth Hacking”-Tools)
  2. Das Nutzen von gesperrten Hashtags, sprich jene die gegen die Guidelines verstoßen
  3. Das zu häufige Melden Ihres Accounts durch andere User
  4. Eine zu hohe Interaktion, sprich wenn Sie zu häufig posten, liken oder kommentieren. Ab einer bestimmten Anzahl, ist es sehr wahrscheinlich, dass ein Bot hinter den Aktivitäten steckt. Es kommt jedoch auf Faktoren wie Ihre Followeranzahl, Ihr durchschnittliches Engagement oder wie lange Sie Ihren Account bereits haben an, ab welcher Interaktionsrate Sie gesperrt werden.
    So eine Sperrung zu vermeiden ist grundsätzlich einfach: Halten Sie sich an die Community-Guidelines der Plattform.

Mythos Nr. 3: Instagram eignet sich nur für Unternehmen aus Bereichen wie Fashion, Travel und Sport
Als Social Media Plattform, die für Ihre visuell ansprechenden Bilder bekannt ist, liegt der Gedanke nah, dass nur Produkte, die auf Bildern gut und einfach in Szene gesetzt werden können auf Instagram ankommen. Wie soll man schließlich auch eine Versicherung visualisieren? Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass es mit Storytelling und anderen kreativen Lösungen eine ganze Menge Möglichkeiten gibt, auch solche Dienstleistungen zur Schau zu stellen. Für einen detaillierten Einblick sorgen unsere Fallstudien von Moderna (einer schwedischen Versicherungsfirma) und Länsförsäkringar Fastighetsförmedling (eine schwedische Markleragentur).

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Mythos Nr. 4: Für eine gute Performance braucht man nur schöne Bilder
Dieser Punkt knüpft direkt an den vorherigen an. Und es ist wahr: Ansprechende Bilder sind das A und O für Marketing auf Instagram, jedoch ist es nicht DER Erfolgsfaktor – weder für Marketing auf Ihrem Unternehmensaccount noch für das auf dem Account des Influencer. Instagram wird jeden Tag mit visuell hochwertigen Bildern überschüttet. Um wirklich herauszustechen müssen Sie auch inhaltlich hochwertige Posts und Stories liefern – bzw. sichergehen, dass Ihre ausgewählten Influencer das tun. Aber was sind “inhaltlich hochwertige Posts und Stories”? Das Schlüsselwort hier ist Mehrwert: durch Storytelling, Persönlichkeit, wertvolle Tipps und das Wecken von Emotionen bei Ihrer Zielgruppe können Sie sich deren Aufmerksamkeit sichern.
Warum und wie genau sogenannte Mikro-Influencer Ihnen dabei helfen können das zu realisieren, erfahren Sie in diesem Blogpost.

Mythos Nr. 5: Mit Instagram kann nur eine weibliche Zielgruppe erreicht werden
Augenscheinlich dominieren die weiblichen Influencer die Szene, aber die Zahlen sprechen eine andere Sprache: es gibt nur 1% mehr weibliche als männliche Influencer auf Instagram. Auch der Anteil an männlichen Followern wird unterschätzt. In den jüngeren Zielgruppen (zwischen 18 bis 34 Jahren) gibt es sogar mehr männliche als weibliche Nutzer. Wie profitabel eine Instagram Marketing-Aktivierung für eine männliche Zielgruppe ist, zeigt eine Studie von PWC laut der Männer knapp doppelt so viel bei einem Kauf über einen Influencer ausgeben.

diagram influencer distribution

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Sie Männer mit Influencer Marketing erreichen könne, schauen Sie sich diese